Closet organization:
☞ Ein ordentlicher Schrank in drei Schritten


Wir alle kennen diese Situation: Wir stehen vor einem Kleiderschrank der unter der Last abertausender Kleidungsstücke zu bersten droht – und trotzdem finden wir nichts, das wir gerne tragen möchten. Das morgendliche Ankleiden wird zur Stresssituation und wir verlieren die Freude an Kleidung.
Mit diesen drei einfachen Schritten findest du wieder Spaß an Mode.


 Ausmisten
Ein erster Schritt in Richtung Überblick ist absolute Rücksichtslosigkeit beim Ausmisten. Eine Bluse die du eigentlich sehr schön findet aber nie trägst, weil sie einfach zu groß ist? Weg damit! Ein Wollpulli, der teuer war, den du aber nicht gerne anziehst, weil er kratzt? Weg damit! Ein Kleid, das seit Jahren im Schrank Staub fängt, weil es keine Gelegenheit gibt es aus dem hundertjährigen Schlaf zu erwecken? Weg damit! Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich dein Stil verändert hat, bis es endlich eine Gelegenheit gibt das gute Stück zu tragen. Auch Kleidungsstücke, die einmal super angesagt waren, in der Realität aber gar nicht zum eigenen Stil passen, sollten aus deinem Schrank verschwinden.
Ein Berg an Kleidung, von der man sich trennen möchte, kann im ersten Moment einschüchternd wirken. 
Auch ich habe mich jahrelang davor gesträubt, wirklich auszumisten. Ein Kleidungsstück hier oder dort war das höchste der Gefühle. Jetzt habe ich aber gelernt, was für eine befreiende Wirkung das Ausmisten haben kann. Es werden geliebte Schätze geborgen, sie bekommen Luft zum Atmen und man kann schöne Kleidungsstücke schneller finden. Das Anziehen am Morgen geht gefühlte Stunden schneller wenn du dich nicht erst durch einen Berg ungeliebter Kleidungsstücke wühlen musst.
Also nur die Teile behalten, die zu 100% gefallen und passen. Nichts sollte aufgehoben werden für einen „was wäre wenn“ Fall oder einen Anlass, der eh nie eintritt!


 Den eigenen Stil definieren
Ist der Kleiderschrank erst einmal ausgemistet fällt es einfacher einen Überblick über deinen Stil zu bekommen. Du merkst welche Dinge du gerne trägst. Trotzdem kann es sein, dass du nicht ganz zufrieden bist, mit dem was übrig geblieben ist. Vielleicht möchtest du sogar deinen Stil etwas verändern? Gut möglich, dass die Kleidung die du in der Schule getragen hast nicht mehr zu deinem Alltag in der Uni passt. Mir ging es genau so. Ich habe beispielsweise immer gerne Kleider und Röcke getragen, auch vor Farbe habe ich nie halt gemacht. In der Uni habe ich mich darin aber unwohl gefühlt. Seit ich im Herbst 2013 angefangene habe zu studieren, ist mein Stil unkomplizierter, einfacher und unauffälliger geworden. Pinterest kann eine tolle Hilfestütze sein, deinen eigenen Stil zu definieren oder Möglichkeiten zu finden, deine Kleidung zu kombinieren. Ich habe beispielsweise ein Board auf das ich alle Bilder pinne, die meinem Stil entsprechen. Wann immer ich nicht wirklich weis was ich tragen möchte, kann ich mich dort inspirieren lassen, wie ich Teile, die bereits in meinem Schrank hängen, stylen kann.
All die Trends, die von Saison zu Saison auftauchen, können uns auf dem Weg zum perfekt definierten Stil ablenken. Ich habe lange gebraucht um zu akzeptieren, dass man nicht immer jeden Trend mitmachen muss. Mittlerweile bin ich aber recht gut darin. Nur weil XY etwas trägt, muss ich es nicht auch haben. Mit der Zeit habe ich gelernt mir selbst einzugestehen, dass ein Kleidungsstück an Anderen toll aussieht, aber einfach nicht zu mir passt. Das war für mich ein wichtiger Schritt und so bewahre ich meinen Schrank vor Teilen die meinem Stil nicht entsprechen.
Wenn du dir wirklich unsicher darüber bist, was dein eigener Stil eigentlich ist, könnte es dir helfen, einige Notizen zu diesen Punkten machen:
Welche Farben trägst du gerne?
Für welche Gelegenheiten kleidest du dich und was ist angemessen dafür?
Wo kaufst du gerne ein und entsprechen diese Geschäfte deinem Stil?
Vielleicht gibt es ja sogar Läden in denen du immer wieder die gleichen Kleidungsstücke kaufst, weil sie dort besonders gut passen.


 Ergänzen
Als letztes solltest du dir überlegen wie du deine bereits vorhandenen Kleidungsstücke sinnvoll ergänzen kannst. Dieser Teil macht besonders viel Spaß, führt uns aber auch in große Versuchung. Du solltest nie ohne einen festen Plan durch Geschäfte zeihen. Viel zu groß ist die „Gefahr“ der Trendteile, die du in jedem Laden siehst.
„Die Jacke habe ich schon so oft auf Instagram gesehen! Die sieht an XY klasse aus! Die kaufe ich mir jetzt auch.“ Ein Grund warum ich selbst z.B. nur noch wenigen Fashionbloggern auf Instagram folge. Viel zu oft finden wir alle Gefallen an Dingen nur, weil sie uns täglich auf unseren quadratischen Bildschirmen präsentiert werden. 
Hier gilt also wieder: Dem eigenen Stil treu bleiben!
Du hast zwei Hosen die wirklich toll sitzen und bequem sind, aber keine schlichten Oberteile, die dazu passen? Super, dann solltest du schleunigst eine weiße Bluse kaufen die du vielseitig kombinieren kannst. Mir fehlt beispielsweise ein einfacher schwarzer Pulli aus Baumwolle. Danach werde ich in nächster Zeit Ausschau halten.Auch für besondere Anlässe kann es hilfreich sein, zwei schickere Kleider, vielleicht sogar einen Jumpsuit, anzuschaffen, die du dann, dem Anlass entsprechend, kombinieren kannst.
Am Ende vor einem perfekt aufgeräumten Kleiderschrank zu stehen ist ein tolles Gefühl! Auf Pinterest habe ich ein Board auf das ich mir schöne Schränke pinne. Du kannst ja mal vorbeischauen wenn du möchtest. Bei all' den schönen Bildern möchte ich meinen eigenen Schrank immer sofort wieder auf Vordermann bringen...

Das Wichtigste ist, dass Kleidung Spaß macht. Ich war selbst sehr überrascht wie viel Freude ein weniger voller Kleidungsschrank machen kann. Man sieht auf einmal was man hat und wie man es kombinieren kann. Für mich haben diese drei Punkte einen großen Unterschied gemacht und vielleicht helfen sie dir ja auch.

2 comments

  1. Schöner Post Val 😊
    Die Erfahrung wie erfrischend Ausmisten im Kleiderschrank sein kann habe ich dieses Jahr auch festgestellt.
    Aber meinen Stil kann ich leider immer noch nicht wirklich definieren 😄Das variiert irgendwie so bei mir.
    Liebe Grüße Danja

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  2. Super Post :) genau so fühle ich mich auch immer!

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© VALERIE MARIE

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